Venus – damals, heute und auch jetzt

Die Germania ist die erste Form der Venus, an die ich mich erinnere, auf einer Briefmarke.
Im Harnisch, mit Schild und Schwert.
Das ist subjektiv lange her.
Kaum zu erinnern, weil sie wie unter den Tisch gekehrt ist. Ein anderes Bild aus der Zeit der geharnischten Venus ist die Venus mit dem weiten Rock, der geschnürten Taille und dem hervorragenden Dekolleté.
Das war wohl vor dem 1.Weltkrieg.
>Alles Venusbilder!!!

Im 2.Weltkrieg kam das Frauenbild der gesunden Mutter mit mindestens drei Kindern auf. Alternativ dazu wurde die fürsorgliche Rotkreuzschwester in Uniform “nach vorne” gebracht.
Im sozialistischen Lager kam die arbeitende und kämpferische Frau mit Kopftuch auf, und hielt sich bis in die 50er Jahre.
>Alles Venusbilder!!!

Nach dem 2.Weltkrieg gab es die Venusideale als starke, beinahe nimmermüde Trümmerfrau oder amerikanisches Flittchen mit Nylonstrümpfen. Alles Frauen-/ Venusbilder in der Geschichte und mit Geschichte, soweit ich mich erinnern kann.

Und dann?
Dann kam die Freiheit, die große Freiheit des Frauenbildes.
Die Röcke wurden kürzer. Sex wurde freier.
Die Hässlichen waren gut zu erkennen, sie waren entweder zu dick oder zu dünn.
Manchmal wurden und werden die ganz Dicken idealisiert, doch immer bleibt die dünne Venus en Vogue.
>Auch alles Venusbilder!!!

Tja, und was ist nun wirklich los mit der Venus?
Sie ist wandelbar, das steht schon mal fest.
Rubens und Botticelli haben es in wundersamer und wunderbarer Weise vorgemacht.
Aus Urzeiten ist die “Venus von Milo” übrig geblieben.
Man behauptet sie wäre ein Idol.
Ich sehe nur das Pralle. Die dünnen, zierlichen Venusfiguren sind wahrscheinlich nicht übriggeblieben, weil sie auf Grund der geringen Masse einfach “verschwunden” sind.
Das behaupte ich.
Das kann ich einfach behaupten, weil >astrologisch gesehen > immer zwei Sorten der Venus aktuell sind.
Die Stiervenus und die Waagevenus.
Die Stiervenus ist die ausladende Form.
Die Waagevenus ist zierliche, feine Form.
Beides ist Venus.


>Alles Venusbilder!!!

Jedenfalls seit langer Zeit und auch derzeit, bis man eine Venus – ich nehme an, es wird die Waagevenus sein – durch eine höhere Venus ersetzen wird. So wie es dem Mars als Herrscherplanet des Skorpions in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts mit Pluto passiert ist.
(Ich persönlich sehe die Oktave der Waagevenus im Planetoiden der Fortuna. Das sage ich nicht offiziell, weil es meine ganz private Wahrnehmung ist 😉 )


Tja, und derzeit?
Man, oder sollte ich nicht doch besser schreiben: frau, reißt sich um die Bestimmungshoheit im sprachlichen Geschlechterkampf!
Man, pardon, frau versucht Sprache als Instrument zum Ändern des geschlechterspezifischen Sinnes zu nutzen.
OK, kann man/ frau machen.
Wir werden sehen und hören, was passiert und wo wir damit auskommen.

Wofür, wozu, wogegen ist das wichtig?
Der Finger lieg auf dem Hinweis des nicht statischen Frauen, sprich Venusbildes.
Man kann auch auf Grund der Beschreibungen erkennen, dass die jeweiligen zeit- und geschichtsabhängigen Idole, politische Wünsche der Herrschenden oder der Massen sind.
Nichts mehr, nichts weniger. Das hat alles nichts mit der Energie und dem Sein der astrologischen Venus zu tun.

Was inzwischen noch nicht erwähnt wurde, sind Venusenergien im Mann.
Ja, es mag so manchen Mann verwundern, und so manche extrem emanzipierte Frau ebenfalls: Die Venusenergie ist in beiden Geschlechtern (inzwischen sollte ich schreiben in allen derzeitigen und wahrscheinlich auch zukünftigen Geschlechtern) zu finden.


Der Kern aller bisherigen Aussagen ist: Die Venus wird als Bild dargestellt.
Sie ist eine zeit- und geschichtsabhängige Größe und politisch formuliert.
Die Realität der Venusenergie ist eine andere, zu jeder Zeit, in jedem Menschen.
Und: Die Realität der Frauen ist anders als die Bilder. Es werden nur die Ikonen der Weiblichkeit postuliert.


Da kann man die Frage stellen (wenn man möchte, gleich ob m/w/d):


Wie ist es um die Venusenergie in mir bestellt?


Bin ich erotisch genug?
Bin ich künstlerisch / ästhetisch genug?
Bin ich schön genug genug?
Wie halte ich es denn so mit der Venusenergie?
Wo steckt meine Venusenergie?
Bin ich mehr Stiervenus oder mehr Waagevenus orientiert?
Oder ist meine Venus ein Mischling aus Stier und Waage?
Auf welchem Niveau lebe ich denn “Venus”?
Leben ich die Venusenergie überhaupt?
Wie ist meine Venusenergie beieinander, ist sie kaputt, glänzend, neurotisch, exzentrisch, exaltiert oder wie oder was?

Venus hier und heute: Fragen über Fragen.


Alle Fragen kann man sich (mit der Zeit, und wenn man möchte, mit einer sehr einfachen Vorgehensweise aus der Transformatorischen Astrologie) beantworten.

Jeder Mensch trägt die Venusenergie in sich.
Jeder Mensch ist in der Lage, diese Energie in Erfahrung zu bringen.
Man kann die Energie spüren, wenn man innerlich ruhig wird, sich auf die Energie konzentriert, sanft und bewusst atmet.
Man kann sie in das Erleben kommen lassen.
Man kann die Inhalte, den Zustand erspüren.
Einfach hinspüren zur Energie!
Ist die Energie stark und der Mensch wach genug, braucht er noch nicht einmal sein Geburtshoroskop, um sie zu finden und zu erleben.
Man kann selbstverständlich das Geburtshoroskop als Hilfestellung nehmen und über den Spiegel des Venussymbol die Venusenergie ins Bewusstsein kommen lassen.

Es gibt noch eine weitere, praktische Möglichkeit:
Man kann sie körperlich erleben.
Man stelle sich hin, lasse die Venusenergie spürbar werden.
Man lasse “einfach so” die Körperhaltung entstehen, die sich durch die Energie bilden möchte / bildet.
Die Venusenergie findet in der Körperhaltung ihren Ausdruck.
(Wenn man den Mut hat, diese Energie direkt und körperlich zu erleben, kann man feststellen, dass man wie viele andere Menschen körperlich einen besseren Zugang zu den Inhalten hat, als über die rein mentale Schiene.)
Es kann eine bleibende Haltung sein.
Es kann eine Bewegung sein.
Man kann sich einfach in den Ausdruck der körperlichen Haltung / Bewegung hineinfühlen und die Inhalte seiner Venus erleben.
Man kann so feststellen, ob es eine zarte, eine deftige, eine mehr intellektuelle oder eine ästhetische Energie ist.
Wenn man die Übung beendet, sollte man die Erfahrungen nachwirken lassen.
Man kann die Relevanz der Inhalte für das tägliche Leben und das Leben überhaupt erkennen, wenn man die Inhalte versteht und sich mit den Inhalten auseinandersetzt.
Man kann (wenn man den Stand mit einrechnet) schließen, wie man per Venusenergie auf andere wirkt, wie erotisch man/frau ist, wie die ästhetische Orientierung ist und ob man überhaupt etwas mit Sex zu tun hat.
Kennt man seine Venus, wird schnell klar, warum man sich so oder so verhält und warum man diese oder jene Probleme hat.


Es gibt noch weitere astrologische Energien, die ein Ausdruck der weiblichen Energie sind. Manchmal verwechselt man diese Energie mit denen der Venus. Das kann nicht passieren, kennt man die Energien von innen her.

Eris
Ceres
Lilith (Asteroid)
Lilith (berechnet)
Fortuna
MondHinweise


Die Erfahrungen der Energie ist direkt und unmittelbar. Man ist das in der Astrologie nicht gewohnt. Man meint, man brauche dazu einen Übersetzer (Astrologen). Das ist mit dem Weg der Transformatorischen Astrologie nur noch bedingt notwendig.
Was man braucht, ist eine schriftliche Anleitung, Mut zur Erfahrung, ausreichende Sensibilität oder jemanden, der die passgenaue Anleitung (unterrichtet).


Man kann sich die persönliche Anleitung in einer kostenpflichtigen Einzelsitzung holen: transformatorische-astrologie@gmx.de




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