Der Mensch braucht den Menschen

Es gehört zur Natur des Menschen, dass er mit anderen Menschen zusammen ist. Menschen sind auf Menschen angewiesen, um auf die Dauer zu überleben.
Wir Menschen sind von unserer Herkunft Rudeltiere, die in Gruppen und arbeitsteilig zusammenleben.
Zur Vermehrung und zur Jagd brauchen wir seit eh und je den anderen.

Das Ding mit der Liebe in der heutigen Form gibt es erst seit es das bürgerliche Leben und eine gewisse Freiheit vom Zwang der Nahrungsproduktion gibt.
Menschen können es sich erst seit rund 200 Jahren leisten, ihren Gefühlen nachzugehen, sich unsterblich zu verlieben, aus Liebeskummer Suizid zu begehen, und über den Liebeswahn verrückt zu werden, wie in der Literatur erfahren.
Zuvor wurden Ehen und Partnerschaften aus Zweckmäßigkeitserwägungen heraus geschlossen.
Ein Glücksfall, wenn beide Menschen sich mochten.
Es ging in den “höheren” Schichten um den Erhalt und die Erweiterung des Besitzes, des Status, der Macht. Es ging in den “einfacheren” Schichten darum, in einem stabilen Haus zu wohnen, Essen zu haben, versorgt zu sein, Kinder zu haben, die einen versorgen, wenn man älter und gebrechlich wurde.
Die Gründe sind ähnlich.
Gegenseitige Hilfe beim Überleben, im Leben und in Notlagen.
Heute übernehmen der Staat, Versicherungen und so manche soziale Organisation Teile der notwendigen allgemeinen Versorgung.

Eins bleibt nach wie vor: Der Mensch braucht den Menschen.
Der Mensch braucht andere Menschen für das tägliche Wohl.

Der Mensch braucht Menschen für das seelische Gleichgewicht, für das einfache soziale Miteinander. Der Mensch braucht Feiern, Zeremonien, die Wärme des anderen. Er braucht auch die Auseinandersetzung mit anderen, um sich an ihnen zu reiben, damit es alle warm miteinander haben.
Menschen sind für das Herz und die Vermehrung nötig.
Der Mensch möchte nicht nur das zum Überleben notwendige Rudel, der Mensch möchte auch eine Kleingruppe, meist Familie und einen Partner, Partnerin, für Herz, Leben, Kinder, Zweisamkeit und das Gefühl ein zu Hause zu haben.
So haben wir es in unserer Kultur auf der Basis unseres steinzeitlichen Rudeldaseins entwickelt.

Es ist sogar so, dass wir unsere kulturell bedingten Verhaltensweisen als normal erleben. Vieles, was dem nicht entspricht, verursacht persönliches Leid: “Ich bin nicht normal”, “Ich bin einsam, wo ich doch mindestens zweisam sein sollte.” “Mein Herz blutet, weil ich nicht im Rudel, in und mit Familie, in einer Partnerschaft lebe.”
Für manche Menschen ist die dauerhafte Abwesenheit von anderen Menschen so bedrückend, dass sie depressiv werden und sich das Leben nehmen.


Prophylaxe und Selbsthilfe

Was man zuerst einmal erkennen und akzeptieren muss, ist, dass man die Verhältnisse und die anderen Menschen nicht ändern kann, so sehr man das auch möchte und herbeisehnt.
Man kann und muss realisieren, dass man nur sich selbst ändern kann.
Eine typische Frage an den Astrologen ist: “Wann ist die Phase des Alleinseins, der Einsamkeit, der Depression vorbei.” Diese Frage gibt es in sehr vielen Variationen, jeweils auf die persönliche Situation zugeschnitten.
Man möchte vom Astrologen hören und lesen: Es dauert nur noch kurze Zeit, dann…
Ja, was dann?

Die gestellte Frage mit ihren Variationen ist nicht Zielführen. Ganz einfach.
Man macht sich von der Antwort des Astrologen abhängig. Der/die sieht die Dinge seinerseits/ihrerseits durch seine/ihre Brille und antwortet entsprechend der persönlichen Sicht und Wertvorstellungen.
Das kann eine zeitlich zutreffende Auskunft sein, muss es aber nicht.


Die Antwort ist immer falsch

Die Antwort ist bei Lichte betrachtet immer falsch, weil sie die Antwort auf eine falsche Frage an den Astrologen ist.
Wenn man zum Ziel, d. h. aus einer unglücklichen Situation herauskommen möchte, sollten die Fragen folgendermaßen lauten:
Was ist – astrologisch gesehen – mein Ausgangspunkt?
Was ist – astrologisch gesehen – der Grund / Hintergrund meines Zustandes?
Was ist astrologisch gesehen – die Strategie (die Lösungsstrategie), die ich in meinem Horoskop habe?
Gibt es eine sinnvolle Hilfe (kurzfristige Hilfe = Schnellläufer – langfristige Hilfe = Langsamläufer) im Tageshoroskop?
Wenn man hier Antworten bekommt, ist man schon bedeutend näher an einer Lösung des Themas (Problems). Es können wichtige Inspirationen sein, wenn man sich mit den Antworten auseinandersetzt.

Die definitive, astrologische Lösungsstrategie für das Leid

Das ist Selbsthilfe gepaart mit Fremdhilfe.
Wenn die Selbsthilfe nicht reicht, sollte man sie mit Hilfe von außen verbinden.
Wie sieht die Selbsthilfe aus?
Man nehme sein Geburtshoroskop zur Hand.
Man bringe das gesamte derzeitige Flair, die gesamte Energie des Horoskops ins Bewusstsein, setzte sich mit ihr auseinander.
Dann nimmt man den Bereich ins Auge, lässt intuitiv den Bereich “Alleinsein, Einsamkeit, oder Depression” ins Auge kommen. Man erlebe das Thema und realisiere die Verhältnisse (das muss emotional und erkenntnismäßig nicht einfach sein).
Man konfrontiere sich.
Man konfrontiere sich immer wieder mit dem Bereich im Astrogramm, bis man ihn verstanden hat und “es” sich lösen kann.
Das ist die Beschreibung der grundsätzlichen Strategie, wie man sich selbst mit dem Schopf aus dem Sumpf zieht. (Das wird Selbsthilfe genannt.)

Man kann sich Ideen für die Hilfe im Außen besorgen, indem man das Tageshoroskop zur Hand nimmt, und sich über die Tagesenergien Inspirationen besorgt und entsprechend handelt, bez. die Dinge des Lebens geschehen und wirken lässt.

Das hört sich einfach an, ist eigentlich einfach, wenn man sich immer wieder darauf einlässt.
Hingabe an die Energien des Astrogramms und Bewusstwerdung sind der Weg, nicht das Verstehen. Das Verständnis, was etwas anderes ist als das Verstehen, wird wahrescheinlich später einsetzten und tut dann erst richtig dem Herzen und dem ganzen Menschen gut.

Man kann aber auch gleich die Flinte ins Korn werfen und aufgeben, man kann aber auch dieses Vorgehen üben und sich eine Chance geben.

Wenn du willst: Unterstützende Einzelsitzungen buchst du hier: wilfried.teschler@gmx.de
Im Herbst kommt eine Fortbildung hinzu.
Wer Lust hat, meldet sich.









Schreibe einen Kommentar